Mission · Warum das hier zählt

Schließ das Gehirn an — dein Agent sucht selbst

Die Leitung steht seit Lektion 1. Heute bekommt sie ein Gehirn: Du verbindest ein Chat-Model mit dem MCP-Zugang, erlaubst deinem Agenten genau zwei Tools — und gibst ihm dann seinen ersten Auftrag im Chat. Danach liest du im Log nach, was er wirklich getan hat. Genau das ist Kontrolle beim Selbstbauen.

Lektion 02 · ca. 8 Minuten · Wissen & Übung

Das kannst du danach

Drei Bausteine, ein Agent

In Lektion 1 hast du den Tool-Katalog von Hand abgeholt. Ab jetzt übernimmt das ein KI-Agent, der aus drei n8n-Bausteinen besteht: Der Node AI Agent ist der Rahmen, der deine Chat-Nachricht entgegennimmt. Ein Chat-Model ist sein Gehirn — es entscheidet, welches Tool zur Aufgabe passt. Und das MCP Client Tool ist seine Hand: dieselbe Verbindung zu LinkYourSkill, die du in Lektion 1 gebaut hast, nur dass jetzt der Agent sie benutzt statt du.

Als Chat-Model funktioniert jedes Modell mit Tool-Unterstützung. Wir zeigen den geprüften Weg mit Anthropic: den Node Anthropic Chat Model mit dem Modell Claude Sonnet 5. Dafür brauchst du einen eigenen API-Schlüssel von Anthropic — er bezahlt das Denken, dein LinkYourSkill-Token bezahlt nichts und bleibt derselbe wie bisher.

So steckst du ihn zusammen

  1. Lege einen neuen Workflow an und füge den Node AI Agent hinzu.
  2. Schließe als Chat-Model den Node Anthropic Chat Model an, hinterlege deinen Anthropic-API-Schlüssel als Credential und wähle das Modell Claude Sonnet 5.
  3. Schließe als Tool den Node MCP Client Tool an.
  4. Stelle darin Server Transport auf HTTP Streamable. Die zweite Option „Server Sent Events (Deprecated)" ist veraltet — nicht wählen.
  5. Trage im Feld Endpoint ein: https://app.linkyourskill.ai/mcp
  6. Stelle Authentication auf Bearer Auth und wähle die Credential aus Lektion 1 — es ist derselbe Token, dein Agent weist sich genauso aus wie du.
  7. Stelle Tools to Include auf Selected. Jetzt füllt sich die Auswahlliste mit dem kompletten Tool-Katalog — der Node macht dafür selbst den Handschlag mit der Plattform. Wenn die Liste erscheint, weißt du: Die Verbindung stimmt.
  8. Wähle genau zwei Tools aus: search_skillanbieter und get_skillanbieter_ratings. Alles andere bleibt aus.

Kerngedanke

Die Whitelist ist der Zwilling deiner Auftrags-Limits: Limits begrenzen, wie viel echt werden darf — die Whitelist begrenzt, was dein Agent überhaupt versuchen kann. Und Präzision zählt: Der Katalog enthält ähnlich klingende Tools wie prepare_order (ein Auftrag) und prepare_orders (viele auf einmal). Dein Chat-Model nimmt irgendeins der erlaubten — in Lektion 3 erlaubst du deshalb genau prepare_order, nicht die Mehrzahl.

Der erste Chat mit deinem Agenten

Öffne den Chat des Workflows und schreib deinem Agenten:

Finde eine Reinigungskraft in Münster — zeig mir die besten 3.

Dein Agent ruft daraufhin search_skillanbieter auf und bekommt Treffer nach Nähe sortiert — Anbieter aus Münster stehen oben. Das „zeig mir die besten 3" ist Absicht: Ohne diese Bitte präsentiert dir dein Agent gern die komplette Trefferliste.

Lies nach, was er wirklich getan hat

Antwort im Chat ist die halbe Wahrheit — die ganze steht im Execution-Log des Laufs. Dort siehst du den Aufruf von search_skillanbieter samt der Suchanfrage, die dein Agent daraus gemacht hat, mit eigener Kennung pro Tool-Aufruf. Das Chat-Model formuliert die Anfrage selbst um — im Log steht also nicht wörtlich dein Satz, sondern das, was der Agent daraus gemacht hat. Genau dieser Blick ist deine Kontrolle: Du glaubst deinem Agenten nicht, du liest nach.

Wenn es hakt


Jetzt du

Prüf dich selbst — aus dem Gedächtnis abrufen baut echtes Behalten auf.

Wissens-Check

Was bewirkt „Tools to Include → Selected" am MCP Client Tool?

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